Infos rund um die Olive

Olivenanbau

Die Geschichte des Olivenanbaus lässt sich bis weit in die Antike zurückverfolgen. Schon die Hebräer, Ägypter, Griechen und Römer kannten den Ölbaum. Auf Kreta war die Olive bereits 6000 vor Christus eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Bei den Olympischen Spielen in Griechenland diente ein Olivenzweig als Zeichen des Sieges. Der Olivenzweig ist auch das Symbol der Vereinigten Nationen (UNO).

Der Olivenbaum

Es gibt rund 1000 Olivenbaumarten, aber etwa 150 sorgen in den verschiedenen Ländern inzwischen für eine Geschmacksvielfalt, die mit der bei Weinen vergleichbar ist. Olivenbäume brauchen trockene Wärme, viel Sonne und vertragen karge Böden. Im Mittelmeerklima finden Olivenbäume deshalb ideale Lebensbedingungen. Im heißen Sommer ziehen sie mit ihren bis zu sechs Meter langen Wurzeln das Wasser aus dem Boden. Bei sorgfältiger Pflege werden Olivenbäume einige hundert Jahre alt und in Einzelfällen bis zu 20 Meter hoch. Die ersten Früchte trägt ein Olivenbaum, je nach Art, nach etwa vier bis zehn Jahren. Abhängig von Wetter, Wasserangebot, Alter und Größe trägt ein Baum im langjährigen Durchschnitt 20 bis 30 kg Oliven. Das entspricht ungefähr drei bis vier Litern Olivenöl pro Baum. Aus 20 winzigen Olivenblüten entsteht nur eine Olive. Die Bestäubung der Blüten übernimmt der Wind.

Und wussten sie, dass die Griechen weltweit den höchsten Verbrauch von Olivenöl, nämlich 23 Liter pro Person und Jahr, haben. 

Die Farbe

Den Geschmack des Öls bestimmt nicht nur die Olivensorte, sondern auch der Reifezustand der Olive. Oliven reifen im Herbst und Winter. Ihre Farbe wechselt von grün in ein dunkles Violett, das fast schwarz aussieht. Das Öl verändert sich ebenfalls, je nach Reifegrad der Oliven. Zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember geerntete Oliven ergeben ein kräftigeres, fruchtigeres, leicht grünliches Öl. Die Oliven für die besten Öle werden noch immer von Hand gepflückt. Meistens werden sie mit einem Stock vom Baum abgeschlagen und fallen auf ein auf dem Boden liegendes Netz. Diese Methode macht etwa die Hälfte der gesamten Produktionskosten eines Öls aus.